Was ist eigentlich Spirulina
Spirulina ist eine Süßwasseralge, die nur in geschlossenen Gewässern vorkommt. Der Name hat nichts mit dem Salzgehalt im Wasser zu tun, denn Spirulina gedeihen in tropischen und subtropischen Gewässern mit einem sehr hohen Salzgehalt am besten. Diese Seen findet man in Mittelamerika, Afrika, Australien und Südostasien.
Spirulina gehört zu der Gattung der Blaualgen, der sogenannten Cyanobakterien. Es ist noch nicht klar, ob es etwa 35 verschiedene Arten der Alge gibt, oder ob sie ihre Form je nach PH-Wert des Wassers ändert. Am besten gedeiht sie in alkalischen Salzseen mit einem PH-Wert von 9 bis 11. Spirulina gehört zu den proteinreichsten Organismen überhaupt. Sie sind durch ihren hohen Chlorophyllanteil zur Photosynthese fähig und können somit organische Substanzen und Sauerstoff produzieren.
Übrigens verdanken Flamingos nicht nur ihre gute Laune, sondern auch ihre rosa Farbe dieser blaugrünen Alge. Grund genug, Spirulina auch in unsere Kost zu übernehmen. In Japan wird die Alge schon 10 Jahre länger als bei uns Europäern konsumiert. Es hat ganz offensichtlich etwas mit der entgiftenden Wirkung von Spirulina zu tun, dass die Japaner eine wesentlich höhere Lebenserwartung haben, als andere Völker im internationalen Vergleich. Diese Alge hat in zahlreichen Studien weltweit bewiesen, dass sie fähig ist, Umweltgifte und Schwermetalle aus unserem Körper zu transportieren.
Sie besteht aus über 100 Nährstoffen, Vitaminen und Mineralien. In ihr findet man sogar die immunstärkende Gamma- Linolensäure, die eigentlich in der Muttermilch vorkommt. Ganz wichtige Inhaltsstoffe der Spirulina sind das krebshemmende blaue Pigment Phycocyan und unzählige entzündungshemmende Enzyme.
Im Handel ist die Alge als Nahrungsergänzungsmittel unter dem Namen Mikroalgen in Pulverform oder als Tablette erhältlich. Mit einem Proteingehalt von 60 Prozent ist es das Nahrungsmittel mit dem höchsten Eiweißgehalt. 10 Gramm pro Tag reichen aus, um den Tagesbedarf einer fastenden Person an Mineralostoffen zum größten Teil abzudecken. Alle Inhaltsstoffe der Spirulina sind für den Körper sehr leicht zugänglich. In Tierversuchen wurde der Anti- Aging- Effekt dieser Alge bestätigt. Weiterhin hilft sie bei Allergien, Entzündungen, Virusinfektionen und senkt die Blutfette.
Um der hohen Nachfrage an Spirulina gerecht zu werden, wird sie heute in sogenannten Wasserfarmen in Kalifornien, Hawaii, China, Indien und Thailand gezüchtet. Sie werden bei niedrigen Temperaturen abgefiltert, sprühgetrocknet und sofort in Tablettenform gepresst, luftdicht verpackt. Nebenwirkungen sind bei der Einnahme von Spirulinaprodukten nicht zu erwarten. In einigen Kulturen wie zum Beispiel Nigeria und Mexiko gehört die Alge seit Jahrhunderten zur Ernährung und es sind keine unerwünschten Reaktionen bekannt.
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[...] Spirulina gehört zu den Blaualgen oder Cyanobakterien, von denen 35 verschiedene Arten bekannt sind. Der Stamm dieses Meeres- und Naturseenbewohners ist 3,5 Millarden (!) Jahre alt, was fossile Ablagerungen beweisen. Ihre große Besonderheit: Sie können Stickstoff binden und durch ihr Chlorophyll Sauerstoff erzeugen, was sie zu Überlebenskünstlern auch in äußerst lebensfeindlichen Gebieten macht. Stickstoff ist Bestandteil von zahlreichen Düngemitteln und wird üblicherweise künstlich erzeugt. Spirulina und ihre Artkollegen liefern so natürlichen Dünger in großer Masse. Die spiralförmige Alge besteht zu 60% aus Eiweiß und besetzt damit Platz 1 der eiweißreichsten Lebensmittel in der Natur. Zusätzlich ist die Anhäufung von 4000 Vitalstoffen wie Vitaminen, Mineralstoffen, Enzymen und Antioxidantien unübertroffen. So sind alle essentiellen Aminosäuren, β-Karotin (bindet freie Radikale),alle B-Vitamine, Vitamin E, Calcium, Eisen und Magnesium in größeren Mengen nachweisbar. Jod ist zusätzlich in den Algen aus Salzwasserzüchtungen enthalten. Das grüne Wunder gedeiht in Mittelamerika, Südostasien, Afrika und Australien in stark salzhaltigen Gewässern oder alkalischen Seen. Seit Jahrtausenden wird Spirulina als Nahrungsmittel genutzt, dies besonders in Afrika und in Mexiko, wo Spirulina schon bei den Atzteken verzehrt wurde. Vor etwa 50 Jahren für den europäischen Markt wiederentdeckt, entstehen täglich neue Kosmetika und Nahrungsergänzungen aus dem hoch gelobten Bakterienstamm. Heute wird die gesunde Blaualge gezüchtet, was wichtig für die Reinheit und die Freiheit von Giftstoffen und Schwermetallen ist. [...]
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